Unser Häs

Der Glaser

Die Maske zeigt ein freundliches Gesicht mit aufgeblasenen Pausbacken. In den Mund, kann, ganz nach dem Vorbilder der Glasbläser, die Glasmacherpfeife eingeführt werden. Das ist ein langes Rohr, mit dem früher Gläser und Tiegel aus flüssigem Glas geblasen wurden. Im Gesicht steht jedem Glasbläser noch die Anstrengung geschrieben. Schweißperlen von der Hitze des Ofens und der mühevollen Arbeit rinnen über die Stirn. Die Kopfbedeckung ist aus vielen bunten Glasblättchen zusammengesetzt, ein närrisches Attribut. Der Glaser trägt ein großes Arbeitshemd und eine feste Handwerkerhose, in dessen Seitentasche ein weiß-rotes Tuch steckt, mit dem sich die Glaser den Schweiß von der Stirn wischen konnten. Breite Hosenträger, an denen närrische Schellen hängen und ein rotes Halstuch bereichern das Häs. Als Schutz vor dem flüssigen und heiße Glas haben sich die Glasbläser einen Lederschurz umgebunden. Sie tragen grobe Lederschuhe mit dicken Holzsohlen. Oberhalb der Knie sind zwei Holzbrettchen befestigt, die zum Abschlagen des Glases und zum Abflachen der Tiegelböden benutzt wurden. Auf den Brettchen sind die Wappen des Hauses Fürstenberg und des Ortes Herzogenweiler befestigt. Ein freundliches gelbes Tuch, ebenfalls mit dem Dorfwappen geschmückt, ergänzt die Ausstattung dieser Narrenfigur.

Der Glasträger

Der Glasträger trägt eine schwarze Kniebundhose, ein weißes Hemd mit einer roten Weste und darüber einen langen braunen Kittel. Als Kopfbedeckung hat er einen schwarzen Krempenhut. Die Kräze auf seinem Rücken ist vollbepackt mit Gläsern aller Art. Bei den Umzügen sind die Glasträger stets ein besonderer Blickfang.  

Quelle: > Blessing, Gerhard. Vereinsleben, in: Herzogenweiler 1208-2008 - auf der Suche nach Geschichte und Geschichten.

Hrgs. Stadtarchiv Villingen-Schwenningen und Ortsverwaltung Herzogenweiler. 2008. S.192-198.